
Ich hab’s wieder getan,
obwohl ich es nicht mehr tun wollte. Ich habe mit einem dummen Menschen diskutiert. War er ungebildet? Nein. Er hatte Betriebswirtschaft studiert und kann sich gut ausdrücken. Er hat einen guten Job. Aber warum dann dumm?
In meiner Welt sind dumme Menschen nicht selbstreflektiert. Sie kreisen nur um sich und sie sind wenig bis gar nicht empathisch. Sie lassen nur ihre Meinung zu. Tatsachen, die ihre Argumentation widerlegen oder gar ihr Weltbild erschüttern würden, blenden sie einfach aus. Sie fühlen sich an Absprachen nicht gebunden und überschätzen sich selbst.
So auch bei diesem Zeitgenossen. Er hat mir seine Sichtweise der Dinge erklärt aber nicht zugelassen, dass auch ich meine Sichtweise darlegen durfte. Er hat mich immer wieder unterbrochen und wieder seine Sichtweise erzählt. Mehrmals. Dabei wurde er zusehends ungehalten.
Ich habe das Gespräch dann beendet. Getreu dem Motto „du hast recht und ich meine Ruhe.“ Natürlich hätte ich weiterdiskutieren können. Ich hätte auch mit einer Wand diskutieren können. Die hätte mir wenigstens nicht widersprochen. Eigentlich wusste ich doch vorher, dass diese Diskussion nichts bringen würde. Warum habe ich mich nur darauf eingelassen?
Bei ehrlichen Diskussionen bevorzuge ich die Haltung von Karl Popper, der sinngemäß sagte: „Ich kenne die Wahrheit nicht und du kennst die Wahrheit nicht. Aber gemeinsam können wir ihr ein Stück näherkommen.“
Das Ganze hat mich sehr stark an die Geschichte von dem Esel und dem Tiger erinnert. Am Ende ging es nämlich gar nicht darum, wer recht hatte, sondern um recht zu behalten. Wenn du die Geschichte nicht kennst, dann folge dem –>Link.




