
Holunder – nicht nur als Hugo gut
Die Verwendung von Heilpflanzen ist eine der fünf zentralen Säulen der Lehre von Sebastian Kneipp. Ziel ist es, den Körper auf natürliche Weise zu unterstützen und seine Selbstregulation zu stärken. Momentan blüht der Holunder. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die Holunderblüten zu nutzen. Als Tee, als Sirup oder als Inhalat.
Holunderblütentee
Ein bis zwei Teelöffel frische oder getrocknete Holunderblüten mit heißem Wasser übergießen. Ziehzeit etwa 5 bis 10 Minuten. Eventuell mit einem Teelöffel Honig verfeinern. Anwendung zwei- bis dreimal täglich, besonders bei ersten Erkältungsanzeichen. Der Holunder fördert das Schwitzen, unterstützt die Fiebersenkung und löst Schleim in den Atemwegen.
Holunderblütensirup
Als Hugo ist er, besonders bei den Damen, sehr beliebt. Einfach einen Schuss Holunderblütensirup in ein Glas geben und mit Prosecco auffüllen. Der Sirup verfeinert auch ihr Trinkwasser. Hergestellt ist der Sirup ganz einfach. Etwa 20-25 frische Blütendolden vorsichtig unter Wasser abschütteln und in ein Gefäß geben. Etwa einen Liter Wasser aufkochen, etwas abkühlen lassen und über die Blüten gießen. Zwei unbehandelte Zitronen kleinschneiden und hinzufügen. Etwa 24-48 Stunden ziehen lassen. Dann die Flüssigkeit abseihen und mit etwa einem Kilogramm Zucker aufkochen und in saubere Flaschen abfüllen. Nett dekoriert ist das Fläschchen mit Holunderblütensirup auch ein persönliches Mitbringsel.
Holunder (Dampf)bad
Einge Holunderblütendolden in ein Gefäß geben, mit kochendem Wasser übergießen und den Dampf unter einem Tuch inhalieren. Einen Aufguss mit Holunderblüten kann man auch in sein Badewasser geben. Beides unterstützt die Entspannung und kann das Schwitzen zusätzlich fördern.
Holunderblüten lassen sich einfach und vielseitig einsetzen. Alle drei vorgestellten Varianten verfolgen das gleiche Ziel: den Körper bei Erkältungen zu unterstützen, die Selbstregulation zu fördern und natürliche Prozesse gezielt zu aktivieren. Ganz ohne Nebenwirkungen.






